Aichhalder Nachrichten

Neuigkeit aus der Gemeinde

Sitzungsbericht 29.09.2015


Kurzbericht über das Ergebnis der letzten nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung


  • Herr Kienzle informiert, dass der Gemeinderat in seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung den Verkauf eines weiteren Bauplatzes aus dem Baugebiet „Alter V“ beschlossen habe.
  • Weiter gibt Herr Kienzle bekannt, dass der Gemeinderat Herrn Architekt Kuhfuss mit den Architektenleistungen zum Abbruch des Anwesens Kirchgasse 16 im Ortsteil Rötenberg beauftragt habe.

Bekanntgaben

  • Der Vorsitzende verweist auf die aktuelle Übersicht der Schülerzahlen der beiden örtlichen Schulen.
  • Der Vorsitzende verweist weiter auf ein Lichtbild, welches einen aktuellen Rohrbruch im Bereich Schachen zeigt und informiert, dass es sich hierbei um eine Asbestzementleitung handele. Ursächlich für den Rohrbruch dürfte die fehlende Einsandung gewesen sein. Ein weiterer Rohrbruch sei in der Altenberger Straße
  • Bürgermeister Sekinger informiert über die Kosten der Sanierung des Waldweges mittels einer DSK-Dünndeckschicht. Die Kosten hätten sich auf 8,23 € pro m2 belaufen. Im Vergleich hierzu seien bei der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Reißerweg/Silberburg Kosten in Höhe von 24,37 € pro m2 angefallen. Diese Maßnahme sei mittels Komplettfräsung des Straßenaufbaues mit Bodenverbesserung und Aufbringung einer neuen Tragdeckschicht ausgeführt worden.

Bürgerfragestunde


Ein Rötenberger Bürger spricht den zunehmenden Fluglärm ausgehend vom Sonderlandeplatz Winzeln-Schramberg an. Im regulären Flugbetrieb würden im 5- bis 10-Minuten-Takt Flugzeuge starten. Diese würden teilweise 40 Meter über seinem Anwesen fliegen. Es sei schon vorgekommen, dass die Wassertanks der Flugzeuge direkt über seinem Grundstück abgelassen worden seien. Er habe auch schon Kontakt mit einem Vertreter des Luftsportvereins Schwarzwald gehabt. Auch wenn das Gespräch konstruktiv gewesen sei, habe es letztlich keine Besserung bewirkt.
Bürgermeister Sekinger informiert, dass er beim kürzlich stattgefundenen Flugtag diese Problematik bereits angesprochen habe. Es werde demnächst auch ein Gesprächstermin stattfinden, wo er auch nochmals die genehmigten Flugrouten einsehen wolle.


Städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Rötenberg“


Vorstellung der aktualisierten Planung für die Platz- und Straßengestaltung einschließlich der Ver- und Entsorgungsleitungen

Planung Ortsmitte Straßen Wege Plätze

Informationen über die Kosten der einzelnen Maßnahmen
Beratung über die vorgestellte Planung
Beschlussfassung zur Ausschreibung

 
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt der Vorsitzende Herrn Ohnmacht vom Ingenieurbüro ITON aus Sulz.
 
Herr Ohnmacht führt zunächst aus, dass für den gesamten Ortskern eine einheitliche Materialwahl vorgeschlagen werde. Um den Ortskern aufzuwerten, sei daher an verschiedenen Stellen Pflasterbeläge aus Natursteinen angedacht. Aufgrund der hohen Belastungen aus Winterdienst und der Verwendung von Tausalz würden Pflasterungen aus Betonsteinen ausscheiden. Im Vorfeld seien bereits verschiedene Materialmuster diskutiert worden. Hierzu habe der Gemeinderat eine
Besichtigungsfahrt durchgeführt. Danach sei die Wahl auf einen rötlich-grauen Granitstein gefallen.
 
Im Folgenden geht Herr Ohnmacht auf die einzelnen Teilbereiche ein.
 
Kirchplatz / Dorfplatz
Der Kirchplatz werde als zentraler Dorfplatz in seinen bisherigen Abmessungen als
quadratischer Platz neu gestaltet. Um ihn als Platz erlebbar zu machen, werde er auf seiner kompletten Fläche gepflastert. Dabei würden 14 cm starke Natursteinplatten aus Granit im Format 50 x 50 verwendet, die auf Kreuzfuge verlegt werden. Da der Platz nicht nur als reiner Aufenthaltsbereich für Fußgänger diene, sondern auch vom Verkehr in die Kirchgasse und zum Friedhofweg überfahren werde, werde das Pflaster in Beton verlegt und verfugt, um damit Verschiebungen und Setzungen aufgrund der Verkehrsbelastung vorzubeugen. Das Mörtelbett sitze auf einer 50cm mächtigen Schottertragschicht. Aus diesen Grund werde der komplette Platz auch mit 50cm hohen und 12cm breiten Granitrandsteinen mit einem entsprechenden Betonfundament eingerahmt und damit eingespannt. In den Platz integriert würden Hülsen für 3 Fahnenmasten und eine Bodenhülse für einen Weihnachts- oder Maibaum. Ein einzelner Behindertenparkplatz werde auf dem Platz ausgeschildert, jedoch nicht markiert. Ansonsten würden auf dem Kirchplatz selbst keine Parkplätze ausgewiesen, da in der Ortsmitte im Rahmen dieser Maßnahme genügend weitere Parkflächen angelegt werden. Der neue Kirchplatz liege dabei tiefer als der bisherige. Er falle von den Anschlüssen des Friedhofswegs und der Kirchgasse durchgängig mit 1% zur Alpirsbacher Straße. Er komme damit in seinem Zufahrtsbereich und entlang der bestehenden Sandsteinmauer, die den Platz zum Gehweg entlang der Ortdurchfahrt abschließe, um rund 50cm tiefer. Damit könne auch der Eingangsbereich in den Platz umgestaltet werden. Das bisherige mit unansehnlichen Betonsteinen eingefasste Pflanzbeet entfalle. Der Eingangsbereich werde um rund 1,30m verbreitert. Die vorhandene Mauer werde bis zum Beginn der Grünfläche, in dem die Infotafel stehe, abgebrochen und neu aufgebaut. Damit könne der Platz komplett rechtwinklig hergestellt werden. Die Höhe der neuen Mauerkrone orientiere sich an der neuen Platzhöhe. Sie werde um ca. 40cm im Vergleich zur jetzigen abgesenkt und mit neuen Abdeckplatten aus Sandsteinen versehen. Damit erhalte der neue Platz an seinem westlichen Ende einen kleinen Anschlag mit rund 15cm Höhe. Das bestehende Buswartehäuschen werde in den Bereich zwischen Kirchplatz und der Grünfläche entlang des Gehwegs versetzt. Die Mauer springe dann in diesem Bereich zurück, damit das Buswartehäuschen ausreichend darin Platz finde. Das Buswartehäuschen werde zu diesem Zweck erneuert und erhalte noch zusätzlich eine kleine Bank mit 2 bis 3 Sitzplätzen. Die bestehende Infotafel mit Ortsplan werde abgebaut und in das Bushäuschen integriert. Im Zuge des Umbaus werde diese zukünftig von der Straßenbeleuchtung gespeist und beleuchtet. Der Gehweg werde von der Einfahrt zum Platz bis zum Kriegerdenkmal erneuert. Er werde in Granitpflaster ausgeführt. Die Bordsteine zur Ortsdurchfahrt würden auf seiner Länge als Tiefborde erneuert, da deren Rückseite momentan keine gerade Kante für eine ordentliche Pflasterung darstelle. Die Grünfläche zwischen neuem Platz und Kirche sowie der Zugangsweg zur Kirche würden an die neue Höhenlage angepasst. Der Zugangsweg zur Kirche werde dabei bis ungefähr zur Beginn der Wegbreite des um die Kirche führenden Weges erneuert und höhenmäßig angepasst. Die Ausführung des Weges erfolge in Absprache mit der Kirchengemeinde. Die beiden beschrifteten Sandsteinpfeiler am Beginn des Weges zur Kirche würden
abgebaut und nach Fertigstellung des Platzes wieder gesetzt. Der neue Kirchplatz werde an seinem südlichen Ende zur Kirche hin mit einer niederen Sandsteinmauer begrenzt, um ein wildes Parken auf den Grünflächen der Kirche zu unterbinden. Für den neuen Kirchplatz werde eine neue Beleuchtung mit 3 bis 4 Masten vorgesehen. Die Entwässerung des Platzes erfolge über 2 Schlitzrinnen mit einem schmalen ca. 2cm breiten Einlaufschlitz.
 
Kirchgasse
Die Kirchgasse werde auf ihrer kompletten Länge zwischen Kirchplatz und Kriegerdenkmal an der Alpirsbacher Straße erneuert. Sie werde dabei ab dem Kirchplatz mit einer Breite von 5m ausgebaut. Im unteren Bereich zwischen den Mauern zur Kirche und zum Gemeindehaus ergebe sich ihre Breite aus der vorhandenen Situation mit rund 4 Metern. Um vor dem Milchhäusle eine höhere Aufenthaltsqualität zu bekommen, werde die Kirchgasse hier um rund 2,5m in Richtung Osten abgerückt. Die Kirchgasse erhalte zur optischen Aufwertung und als Angebotsstreifen für die Fußgänger einen 80cm breiten mit Natursteinen gepflasterten Streifen, da die Anlage eines getrennten Gehweges auf Grund der vorgegebenen baulichen Situation nicht umsetzbar sei. Diese optische Verkleinerung des Straßenraumes signalisiere den Autofahrern eine Nutzung durch Fußgänger und erhöhe seine Sicherheit. Dieser Seitenstreifen, der straßeneben ausgebildet werde, werde mittels 2er Granitbordsteinen eingefasst und mit verfugten Steinen ausgeführt. Die restliche Kirchgasse werde asphaltiert. Der Bereich vor dem Milchhäusle werde ebenso wie der Bereich vor dem Kriegerdenkmal mit rechteckigem Natursteinpflaster hergestellt. Der Bereich vor dem Kriegerdenkmal werde im Zuge dieser Gestaltung höhenmäßig angepasst, so dass ein möglichst ebener Übergang von der Kirche zum Gemeindehaus erfolgen könne. Im Zuge des Ausbaus der Kirchgasse würden in der Nähe zum Kirchplatz noch 6 neue Stellplätze angelegt. Diese Stellplätze würden mittels einer kleinen Mauer aus Sandsteinen von den der Kirche gehörenden Grünflächen abgetrennt, um auf diesen Flächen ein wildes Parken zu unterbinden. Die Entwässerung der Kirchgasse werde neu hergestellt. Dazu erhalte die Kirchgasse eine durchgängige Querneigung zu ihrer Außenseite. Dort laufe das Wasser an der neuen Randeinfassung aus Granit und werde über Straßenabläufe gefasst. Im Zuge des Ausbaus der Kirchgasse werde ebenfalls die Beleuchtung mit 4 neuen Straßenlampen erneuert.
 
Friedhofweg
Der Friedhofweg werde auf einer Länge von ca. 85m erneuert und ausgebaut. Er
Verbleibe in etwa in seiner Lage, werde am neuen Kirchplatz höhenmäßig angebunden und mit einer durchgängigen Breite sowie Längs- und Querneigung für eine funktionierende Entwässerung neu erstellt. Er werde asphaltiert und beidseitig mit Bordsteinen aus Granit eingefasst. Um den Weg zum Friedhof optisch aufzuwerten, ihn gestalterisch an die Kirchgasse anzulehnen und die Wasserführung in Bereichen mit geringer Längsneigung zu optimieren, erhalte er ein 30cm breites Pflasterband aus Granitpflaster, das sowohl als Rinnenplatte als auch als optische Verschmälerung des Friedhofwegs unter Andeutung eines Fußgängerbereichs diene.
Die Ableitung des Oberflächenwassers erfolge dabei im vorderen Bereich über den Kirchplatz und die Kirchgasse und im hinteren Bereich über die vorhanden Entwässerungsleitungen im Bereich des bestehenden Friedhofparkplatzes. Die Straßenbeleuchtung werde erneuert und ausgebaut.
 
Bereich um die neue Ortsverwaltung

Die neue Ortsverwaltung sei in Lage und Höhe mit dem neuen Kirchplatz
abgestimmt. Sie erhalte einen barrierefreien Zugang vom Kirchplatz her. Hinter der Ortsverwaltung würden 7 Stellplätze angeordnet, die wie die für die Wohnungen zu bauenden Garagen oder Carports über eine asphaltierte neue Zufahrt nördlich des Gebäudes angefahren werden. Über diese Zufahrt, die sich höhenmäßig am Vorplatz des Gasthauses Pflug orientiere und zu diesem mittels eines Granitrandsteins abgetrennt werde, werde auch das zurückgesetzt liegende Gebäude erschlossen. Die Stellplätze würden mit 14cm mächtigen rechteckigen Granitpflastersteinen ausgeführt. Aus dem gleichen Material würden dabei die Zugänge zum Gebäude sowie im Bereich vor der neuen Ortsverwaltung der Gehweg hergestellt. Um das Gebäude würden noch Grünstreifen angelegt.
 
Parkplatz am Friedhof
Am Friedhof werde ein neuer Parkplatz mit insgesamt 18 Stellplätzen angelegt. Die
Stellplätze hätten dabei eine Tiefe von 5m und würden über eine 6m breite asphaltierte Fahrgasse angefahren. Der Parkplatz erhalte Randeinfassungen aus Granit. Die Ableitung des Oberflächenwassers erfolge dabei über die Regenwasserleitung, die etwa ab dem Ende der vorhandenen Stellplätze am Friedhof unter diesem hindurch führe. Der neue Parkplatz erhalte dabei ebenfalls eine Beleuchtung mit zwei weiteren neuen Masten.
 
Vorplatz Kindergarten
Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen werde der Vorplatz der alten Ortsverwaltung und des Kindergartenzuganges neu gestaltet und optisch aufgewertet. Nach einer Umnutzung des bisherigen Gebäudes und deren Räume besitze der bisherige Hauptzugang lediglich untergeordnete Bedeutung als Neben- und Notausgang. Schwerpunkt der Gestaltung sei daher der links des Gebäudes liegende Platzbereich und Zugang zum Kindergarten, der sowohl funktionell als auch optisch aufgewertet werden solle. Die ehemalige Mauer aus Betonstelen, die diesen Vorplatz bisher vom Gehweg trenne, werde ebenfalls durch eine Sandsteinmauer ersetzt, die sowohl als Barriere zur Straße als auch durch eine Holzauflage als Sitzbank diene. Die Treppe zum Hauptzugang des Kindergartens werde neu gebaut. Dazu würden Granitstufen verwendet. Zum Gebäude werde ein Spritzschutzstreifen angelegt. Ebenfalls neu angelegt werde die Treppe zum Eingang der alten Ortsverwaltung, der zukünftig als Notausgang des Kindergartens dienen solle. Sie werde ebenfalls mit Granitstufen neu hergestellt. In diesem Zuge werde die Mauerkrone nach Norden zum Grundstück Schmid um eine Steinreihe tiefer genommen, so dass mittels 2er Stufen ein Fluchtweg zu den nordwestlich anschließenden Wiesenflächen als Sammelpunkt angelegt werden könne. Diese Mauer werde an ihrer östlichen Seite entlang des Gehwegs komplett umgebaut. In Absprache mit dem Anlieger werde diese Sandsteinmauer zwischen Zugang alter Ortsverwaltung und der Zufahrt zu seiner Garage abgebaut, auf die Grenze zurückversetzt und unter Verwendung der gleichen Steine wieder aufgebaut. Die vorhandene Straßenlampe werde umgesetzt. Damit könne die Sicht in Richtung Alpirsbach beim Ausparken aus den Stellplätzen vor dem Kindergarten und dem Bürgersaal deutlich verbessert werden. Der komplette Bereich werde dabei in Granitpflaster hergestellt. Der Gehweg werde im Bereich des Kindergartens bis zum Mauerende auf dem Grundstück Schmid neu asphaltiert.
 
Parkplatz Lindenstraße mit Weg
Auf dem Flst.-Nr. 30 werden insgesamt 8 neue Stellplätze mit großzügiger breite angelegt. Die vorhandene große Linde solle erhalten bleiben. Die neuen Stellplätze würden breitflächig in südlicher Richtung über die angrenzende Wiese entwässern, die dem Kindergarten als zusätzliche Spielwiese zugeschlagen werde. Aus diesem Grund werde hinter den Stellplätzen in 3,5m Abstand ein Zaun gebaut, der auf der Seite der Stellplätze mit einer Hecke eingegrünt werde. Von den neuen Stellplätzen werde ein neuer 2m breiter Fußweg zum Kindergarten angelegt, der an der westlichen Grundstücksseite entlang führe. Der Beginn des Fußwegs werde von den Stellplätzen abgesetzt, damit ein Zuparken größtmöglich verhindert werde. Im Bereich des Fußwegs werde ein Tor in den Zaun eingelassen. Der Weg werde asphaltiert.
 
Ver- und Entsorgung
Im Zuge der Sanierung der Kirchgasse und des Kirchplatzes werde der vorhandene Mischwasserkanal in der Kirchgasse ersetzt. Da die Gemeinde mittelfristig auf den südöstlich angrenzenden Flächen ein kleines Neubaugebiet erschließen wolle, werde die Trennung ebenfalls für die Kirchgasse etwa ab Höhe Milchhäusle realisiert. Somit könne das Regenwasser der neuen Ortsverwaltung, des Kirchplatzes und des oberen Teils der Kirchgasse später getrennt abgeleitet werden und belaste somit die Kläranlage nicht. Bis zur Erschließung dieses Baugebiets werde der neu zu bauende Regenwasserkanal auf den Mischwasserkanal im unteren Teil der Kirchgasse kurzgeschlossen. Die bestehenden Hausanschlüsse würden auf den neuen Schmutz-/Mischwasserkanal umgeschlossen und im öffentlichen Straßenraum erneuert. Wo erforderlich werde darüber hinaus noch ein neuer Regenwasseranschluss dazu gelegt, um eine späterer Abwassertrennung zu ermöglichen. Die Kirche erhalte einen neuen Kanalanschluss, der vom Kirchplatz auf das Kirchengrundstück gelegt werde. Am Südrand des Kirchplatzes zur Kirche hin werde neben dem neuen Schmutzwasserschacht noch eine Anschlussmöglichkeit für Anschlüsse bei Veranstaltungen geschaffen.
Die bestehende Wasserleitung in der Kirchgasse werde erneuert und als Ringleitung wieder in die Alpirsbacher Straße geführt. Es würden insgesamt 3 neue Wasserschächte gebaut. Für die spätere Erschließung des Baugebiets werde ein Anschluss aus der neu gebauten Kirchgasse herausgeleg. Die Hausanschlüsse würden in diesem Zusammenhang im öffentlichen Straßenraum ebenfalls erneuert. Für den neuen Kirchplatz würden auf beiden Seiten noch Wasserentnahmestellen für Veranstaltungen eingerichtet. Dabei werde der Anschluss auf Seiten der Orstverwaltung direkt von dieser aus gespeist, der Anschluss auf der Seite der Kirche vom neuen Wasserschacht am Rande des Kirchplatzes. Analog zu den Wasseranschlüssen seien zu beiden Seiten des Kirchplatzes Stromanschlüsse zur Versorgung der Veranstaltungen vorgesehen. Am Kriegerdenkmal existiere momentan noch ein Wasseranschluss zur Bewässerung der Grünflächen. Dieser werde ebenfalls erneuert.
Mit der Netze-BW sowie mit der Telekom und der KabelBW hätten bereits Gespräche stattgefunden. Die Maßnahme müsse dann im Detail mit diesen noch abgesprochen werden.
 
Zuletzt informiert Herr Ohnmacht über die geschätzten Baukosten der Maßnahme. Die Gesamtkosten würden sich auf brutto ca. 1,47 Mio. € belaufen. Die Ausschreibung solle schnellstmöglich erfolgen, so dass im zeitigen Frühjahr mit der Maßnahme begonnen werden könne.
 
Letztlich beschließt der Gemeinderat nach ausführlicher Diskussion einstimmig, die Maßnahme auf Grundlage der vorgelegten und vorgestellten Planung auszuschreiben.
 
 
Abbruch des Anwesens Kirchgasse 16;
Beschluss zur Durchführung und öffentlichen Ausschreibung

Der Vorsitzende führt aus, dass das Anwesen Kirchgasse 16 von der Gemeinde im Tausch erworben worden sei. Derzeit werde das getauschte Anwesen Brandsteigstraße 8 grundlegend saniert. Im Frühjahr 2016 könne der neue Eigentürmer umziehen. Wie vertraglich vereinbart, werde die Gemeindeverwaltung den Umzug organisieren und der Bauhof dies zusammen mit den beiden betroffen Mitbürgern gemeinsam durchführen. In der Baugenehmigung des Neubaus Ortsverwaltung und 4 Wohnungen bestehe die Verpflichtung, wegen der Brandlast die Wohnungen erst zu beziehen, wenn das alte Gebäude abgebrochen worden sei.
Außerdem sei durch die Absenkung des Kirchplatzes diese Vorgehensweise sinnvoll und geboten, da dann an die Verkehrsführung und die Parkplätze der Ortsverwaltung vollumfänglich fertiggestellt werden könnten. Vorläufig solle dann die Fläche als Grünfläche mit Blumenwiese dienen, bis ein Investor für die weitere bauliche Nutzung gefunden worden sei. Dies solle in einem Gesamtkonzept mit den weiteren Bau- und Erschließungsflächen geschehen.
 
Die Verwaltung schlage daher vor, dass die Gemeinde das Gebäude Kirchgasse 16 zum Abbruch öffentlich ausschreibt. Diese Kosten wären im Rahmen der Ortskernsanierung zuschussfähig. Der Ausführungszeitraum sei für Mai/Juni 2016 vorgesehen.
 
Der Gemeinderat beschließt dies ohne weitere Diskussion einstimmig.
 
Bau von Garagen oder Carports für die Wohnungen im Neubau der Ortsverwaltung
Bürgermeister Sekinger führt aus, dass im Zuge des Neubaus einer Ortsverwaltung mit Wohnungen noch über die Erstellung von Garagen bzw. Carports für die Bewohner diskutiert werden müsse. Ein Nebenraum/-platz als Unterstand für Müll, Fahrräder etc. solle ebenfalls geprüft werden. Vorstellbar wären Garagen entlang der Grenze zum Nachbargrundstück Scheerer. Grundsätzlich würde es sich aus Sicht der Verwaltung anbieten, auf dem Dach der Garagen aufgeständerte Photovoltaikmodule anzubringen. Der gewonnene Strom könne dann zunächst für die Wärmepumpen der Heizungsanlage und für die durch die Gemeinde genutzten Flächen im Erdgeschoss  verwendet werden. Ob letztlich der gewonnene Strom auch innerhalb der Wohnungen verbraucht werden könne, müsse nach positiver Beschlussfassung nochmals aus steuerrechtlicher Sicht geprüft werden. Auch müsse eine Bindungswirkung der Gemeinde gegenüber den künftigen Mietern verhindert werden. In dieser Sitzung solle vom Gemeinderat zunächst die grundsätzliche Richtung vorgegeben werden, damit die Verwaltung die weiteren Möglichkeiten ausloten könne.
 
Aus der anschließenden Diskussion wird deutlich, dass Garagen anstatt Carports der Vorzug gegeben wird wobei keine Fertiggaragen verwendet werden sollen. Ob letztlich auf den Garagen PV-Module aufgebracht werden, muss ein Kosten-Nutzen-Vergleich zeigen. Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechende Vorschläge für den Bau von Garagen ausarbeiten zu lassen und Angebote für eine PV-Anlage einzuholen.
 
Verschiedenes 

Der Vorsitzende informiert, dass der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung die Ausschreibung des 2. Bauabschnitts für die zweite Auslaufleitung vom Hochbehälter Breitreute beschlossen habe. Die Ausschreibung erfolge in zwei bis drei Wochen. Er schlage nun vor, die angedachten Wegesanierung der Zufahrt zur Breitreute gleich mit auszuschreiben, und die kalkulierten Kosten in den Haushaltsplan 2016 einzustellen. Es sei aus Sicht der Verwaltung durchaus sinnvoll, die Wegesanierung 2016 zusammen mit dieser Baumaßnahme auszuführen. Dies biete für Bieter und Gemeinde Synergieeffekte, schon alleine was die Baustelleneinrichtung betreffe. Der Gemeinderat zeigt sich mit dieser Vorgehensweise einverstanden.

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