Aichhalder Nachrichten

Neuigkeit aus der Gemeinde

Hundehaltung


Immer wieder werden der Gemeindeverwal­tung aus der Bürgerschaft heraus Klagen und Beschwerden über Mängel und Nach­lässigkeiten in der Hundehaltung mitgeteilt. Inwieweit   diese   Mitteilungen berechtigt sind, kann nur teilweise eingeschätzt wer­den, doch ist zu unterstellen, dass ein Bür­ger, der sich bei der Gemeindeverwaltung meldet, Ärger loswerden, Sorge vortragen und schlussendlich auch erreichen will, dass offenkundige Nachlässigkeiten oder Mängel in der Hundehaltung durch den Hundehalter beseitigt werden.

Wir möchten dies zum An­lass nehmen, wieder einmal mehr an unsere Tierhalter im Ort zu appellieren und die eine oder andere Bestimmung unserer gemeind­lichen Polizeiverordnung wieder in Erinne­rung rufen. Ziel sollte sein, dass das Verhält­nis zwischen Hundehaltern und Nichthun­dehaltern verbessert wird bzw. gut bleibt. Der Hund ist des Deutschen liebstes Haus­tier.

Allein in Aichhalden und Rötenberg sind derzeit ca. 230 Hunde gemeldet.  Sie sind Spielgefähr­ten, Wegbegleiter und Beschützer. Doch ihre Hinterlassenschaften beim "Gassigehen"' sorgen gelegentlich für Unmut - auch in un­serer Gemeinde.

Deshalb sind in beiden Ge­meindeteilen zwischenzeitlich an verschie­denen Stellen Beutelspender mit Plastiktü­ten - sogenannte "Hundekotbeutel'' - zur kostenlosen Verwendung für die Tierhalter aufgestellt und wir haben festgestellt, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird.  Wir möchten deshalb mit dieser Art der Entsor­gung von Hundekot weiter fortfahren und Sie als Tierhalter weiterhin bitten, diese Hundekotbeutel zu verwenden.


Auszug aus der Polizeiverordnung der Gemeinde Aichhalden
vom 16.11.2004:


§ 6 Lärm durch Tiere
Tiere, insbesondere Hunde, sind so zu halten, dass niemand durch anhaltende tierische Laute mehr als nach den Umständen unvermeidbar gestört wird.

§ 9 Gefahren durch Tiere
(1) Tiere sind so zu halten und zu beaufsichtigen, dass niemand gefährdet wird.
(3) Im Innenbereich (§§ 30 - 34 Baugesetzbuch) sind auf öffentlichen Straßen und Gehwegen Hunde an der Leine zu führen. Ansonsten dürfen Hunde ohne Begleitung einer Person, die durch Zuruf auf das Tier einwirken kann, nicht frei umherlaufen.

§ 10 Verunreinigung durch Hunde
Der Halter oder Führer eines Hundes hat dafür zu sorgen, dass der Hund seine Notdurft nicht auf Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder in fremden Vorgärten verrichtet. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist unverzüglich vom Halter oder Führer eines Hundes zu beseitigen.


Auszug aus der Hundesteuersatzung der Gemeinde Aichhalden vom 16.11.2011:

§ 11 - Anzeigepflicht
(1) Wer im Gemeindegebiet einen über drei Monate alten Hund hält, hat dies innerhalb eines Monats nach dem Beginn der Haltung oder nachdem der Hund das steuerbare Alter erreicht hat, der Gemeinde anzuzeigen.
(2) Endet die Hundehaltung oder entfallen die Voraussetzungen für eine gewährte Steuervergünstigung, so ist dies der Gemeinde innerhalb eines Monats anzuzeigen.

§ 13 - Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 5 a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Kommunalabgabengesetz handelt, wer vorsätzlich oder leichtfertig einer Verpflichtung nach §§ 11 oder 12
zuwiderhandelt.

An- bzw. Abmeldungen können bei der Gemeindeverwaltung, Zimmer 102 oder bei der Ortsverwaltung in Rötenberg vorgenommen werden.

Verhaltensempfehlungen für den Hundehalter:
Respektieren Sie, dass nicht jeder Mensch ein Hundefreund ist. Akzeptieren Sie, dass es Menschen gibt, die vor Hunden Angst haben. Signalisieren Sie durch richtiges Handeln, dass Ihnen Ihr Hund gehorcht. Lassen Sie ihn nur dann freilaufen, wenn dadurch keine anderen Menschen oder Tiere beläs­tigt oder gar gefährdet werden.  
Aus Si­cherheitsgründen:  Im Ort nie ohne Leine!

Leisten Sie Ihren Beitrag zu einem positi­ven Bild der Hundehaltung durch ein rücksichtsvolles und vorbildliches Auftre­ten in der Öffentlichkeit.
Rufen Sie Ihren Hund zu sich und leinen ihn ggf. an, wenn Ihnen andere Menschen begegnen.
Dies gilt insbesondere bei Kindern, Joggern, Radfahrern oder Men­schen, die Tiere mitführen.
Weisen Sie andere Hundehalter auf ein von ihnen festgestelltes Fehlverhalten hin.

Müssen Hunde im Wald an die Leine?
Grundsätzlich gilt in unserer Gemeinde, dass wir keine Leinenpflicht haben. Damit ist den Hundehaltern in viel stärkerem Maße eine Verpflichtung zur eigenverantwortli­chen Führung des Tieres auferlegt worden. Immer wieder gibt es Probleme zwischen freilaufenden Hunden und dadurch verängs­tigten Waldbesuchern.  

Hierzu ist zu sagen: Hunde müssen sich in Wald und Feld im Einwirkungsbereich ihres Führers befin­den.  Ist dies nicht möglich, muss der Hund angeleint werden.

Da Hunde einen mehr oder weniger aus­ geprägten Jagdinstinkt besitzen, jagen sie von Natur aus Tiere, die im Wald hei­misch sind. Viele davon sind geschützt. Somit können freilaufende Hunde große Schwierigkeiten bereiten, besonders in der Brut- und Setzzeit der Waldtiere.

Es empfiehlt sich daher, den Hund zum Schutz von Wildtieren und zur ungestör­ten Erholung der vielen Waldbesucher an­zuleinen.

Ihre Gemeindeverwaltung

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK