Aichhalder Nachrichten

Neuigkeit aus der Gemeinde

Jagende Hunde


In letzter Zeit kam es nicht nur in den umliegenden Gemeinden zu wildernden und jagenden Hunden, auch in Aichhalden und Rötenberg wurden mehrere Wildtiere verletzt oder gar getötet.

Gerade in dieser Zeit brauchen die Waldbewohner besonders viel Ruhe und Schutz, sodass von den Hundebesitzern Rücksicht gefordert wird.

Die Rehgeißen sind trächtig und bringen ihren Nachwuchs zur Welt. Eine Flucht in diesem Zustand und später auch mit den kleinen Rehkitzen ist nahezu unmöglich. Durch den Umfang und das Gewicht ist ihre Wehr- und Fluchtfähigkeit eingeschränkt.

Nicht nur Rehe sind betroffen, auch Hasen und Wildschweine werden durch freilaufende Hunde aufgescheucht und verletzten sich oft an Zäunen, Bäumen oder auch fahrenden Autos so schwer. Letzteres führt oft zu Personen- oder Sachschäden.

Daher sollte man in dieser Zeit auf späte Spaziergänge am Abend oder auch in der Nacht mit oder ohne Hund im Wald verzichten.

Grundsätzlich gilt in unserer Gemeinde im Außenbereich keine Leinenpflicht. Damit ist den Hundehaltern in viel stärkerem Maße eine Verpflichtung zur eigenverantwortlichen Führung des Tieres auferlegt worden.

Hunde müssen sich in Wald und Feld ohne Leine im Einwirkungsbereich ihres Führers befinden. Ist dies nicht möglich, muss der Hund angeleint werden. Da Hunde einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagdinstinkt besitzen, jagen sie von Natur aus heimische Tiere im Wald.

Es empfiehlt sich daher, den Hund zum Schutz von Wildtieren und zur ungestörten Erholung der vielen Waldbesucher anzuleinen.

Wir verweisen aus diesen und anderen Gründen nochmals auf die Regelungen in unserer Polizeiverordnung:

Auszug aus der Polizeiverordnung der Gemeinde Aichhalden

vom 16.11.2004:

§ 6 Lärm durch Tiere

Tiere, insbesondere Hunde, sind so zu halten, dass niemand durch anhaltende tierische Laute mehr als nach den Umständen unvermeidbar gestört wird.

§ 9 Gefahren durch Tiere

(1) Tiere sind so zu halten und zu beaufsichtigen, dass niemand gefährdet wird.

(3) Im Innenbereich (§§ 30 - 34 Baugesetzbuch) sind auf öffentlichen Straßen und Gehwegen Hunde an der Leine zu führen. Ansonsten dürfen Hunde ohne Begleitung einer Person, die durch Zuruf auf das Tier einwirken kann, nicht frei umherlaufen.

§ 10 Verunreinigung durch Hunde

Der Halter oder Führer eines Hundes hat dafür zu sorgen, dass der Hund seine Notdurft nicht auf Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder in fremden Vorgärten verrichtet. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist unverzüglich vom Halter oder Führer eines Hundes zu beseitigen.

Wir bitten auch die gesamte Bevölkerung um einen ruhigen und rücksichtvollen Umgang mit Tieren im Wald. Bitte bleiben Sie auf den Wegen und laufen nicht quer Feld ein, um den Tieren noch genug Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK