Aichhalder Nachrichten

Neuigkeit aus der Gemeinde

Richtung Norden


Aichhalder Mitbürger Jared Faißt tourt derzeit mit dem Fahrrad einmal quer durch Europa

Und noch ein Mitbürger aus Aichhalden tritt derzeit für die bundesweite Aktion STADTRADELN kräftig in die Pedale! Jared Faißt verfolgt bereits seit Mai dieses Jahres mit seinen Freunden Vincent, Katha und Moritz das Ziel, mit dem Fahrrad einmal von Süd nach Nord quer durch Europa zu touren. Über die Erfahrungen, Erlebnisse, besondere Momente, Pleiten, Pech und Pannen, wie die Freunde selbst schreiben, werden auf dem Blog richtung-norden.eu sehr beeindruckend erzählt.

Jared FaisstJared Faißt

Jared Faisst mit FreundenJared Faißt mit seinen Radfreunden (im menschenleeren Pompeji)

Die begeisterten Radfahrer nutzen die Fahrradtour aber auch, um zwei Projekte zu unterstützen. So werden die „Stiftung Deutsche Krebshilfe“ und auch das Projekt „Zukunft für Ugandas Kinder“ mit Spendengeldern unterstützt. Interessierte Spender*innen können sich über die Website registrieren und einen bestimmten cent-Betrag pro Kilometer, die die Radfreunde mit dem Fahrrad zurück legen, spenden und somit die beiden Spendenprojekte unterstützen.

Auf unsere Aktion STADTRADELN ist Jared Faißt rein zufällig gestoßen. Seine Schwester hätte ihm wohl davon berichtet und ihn mehr oder weniger rekrutiert, weshalb er sich ebenfalls als STADTRADLER registriert hat und somit für die Gemeinde Aichhalden während des Aktionszeitraumes ebenfalls kräftig Kilometer gesammelt hat. In dieser Zeit radelten sie von Prag entlang der Moldau und Elbe über Dresden in die Lutherstadt Wittenberg. Von dort ging es weiter nach Potsdam und Berlin bis nach Usedom. Entlang der Ostseeküste radelten sie weiter bis an die polnisch-litauische Grenze. Hierfür ebenfalls ein ganz herzliches Dankeschön.

Eine große Radreise war wohl bereits im vergangenen Jahr geplant, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben sowie in der Streckenführung abgeändert werden.

Den genauen Ursprung der Idee einer Radreise, so heißt es auf dem Blog, wissen die Fahrradfreunde gar nicht mehr so genau. Ursprünglich wollten sie bereits im April 2020 auf Tour gehen mit dem Ziel, das Schwarze Meer zu umrunden. „Leider hat uns dann ebenfalls der Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Und so wurde die Tour kurzerhand verschoben und aufgrund von ungewohnten Reiseeinschränkungen auf die EU beschränkt.

Gestartet ist Jared Faißt mit seinen Freunden Mitte Mai in Reggio Calabria auf der Stiefelspitze Italiens gegenüber von Sizilien. Entlang der Fernradroute EuroVelo 7, auch Sonnenroute genannt, gilt es, zuerst rund 4.000 Kilometer von Süd nach Nord durch Europa bis an die Ostsee zu radeln. Dort werden die Radfreunde den EuroVelo 7 verlassen und auf den Iron Curtain Trail (Eiserner Vorhang Route) umsteigen und die Route über Polen, Litauen, Lettland bis nach Estland weiterverfolgen. Aktuell befindet sich Jared Faißt in Polen an der Pommerschen Bucht, mit dem Ziel im August den nördlichen Teil von Europa zu erreichen. Sofern die Corona-Pandemie den Radfreunden keinen Strich durch die Rechnung macht, werden sie bis nach St. Petersburg radeln. Sollte dies nicht klappen, werden Sie zumindest bis nach Tallin in Estland fahren.

Auf dem Blog richtung-norden.eu berichten Herr Faißt und seine Freunde eindrucksvoll von seiner Radtour durch Europa. Hier ein kleiner Einblick seiner Berichte:

Mit Rückenwind nach Brandenburg

Start Thorgau / Ziel Raben / Strecke 80,49 km.

„Mit neuem Schneidezahn bewaffnet (ich war übrigens der allererste Kunde eines neu gegründeten Zahnarztkonglomerats) und gut ausgeruhten Oberschenkeln ging es mit Highspeed die Elbe entlang. In Vincents Fall war die hohe Geschwindigkeit auch seinen schwächelnden Bremsen geschuldet, die uns zum einen oder anderen Boxenstopp zwangen.

Wer bremst verliert - ganz nach diesem Motto zeigten uns Vincent und seine Oberschenkel an diesem Tag eine ganz besondere Performance und bahnten bei guten 25 Sachen den Weg durch den Gegenwind.

Jared Faisst unterwegs

Als Mittagsstop wählten wir das Gut Göhlis vor der Stadt Riesa. Dort lockte uns ein schöner Discgolfkurs. Bei dieser Sportart werden im Golf-Stil Frisbee Scheiben auf spezielle Körbe geworfen. Vor Ort mussten wir leider feststellen, dass alle Körbe (bis auf zwei) abgebaut waren und sich Ziegen und andere Bauernhoftiere am Fairway gütlich taten. Unsere Enttäuschung wandelten wir in besonders kreative Würfe auf die beiden verbliebenen Körbe um. Nach der in etwa zwanzigsten selbst erdachten Bahn, ging es dann wieder auf die Räder und wir fuhren mehr oder weniger bis in den Abend hinein durch.

Jared Faisst mit dem Fahrrad unterwegs

Obwohl mir die Windschattenarbeit größtenteils abgenommen wurde war ich nach über 100 Kilometern mehr als froh, dass Vincent und Jared sich um die Organisation eines Schlafplatzes und das Aufstocken der Wasservorräte kümmerten. Ich wurde in desolatem Zustand zurückgelassen und durfte mich auf einer Bank beim Kochen ausruhen. In einer funktionierenden Gesellschaft wird eben auch für die Kranken und Lahmen eine passende Aufgabe gefunden...

Mit neuer Energie im Bauch radelten wir noch ein wenig weiter bis Jared einen super Platz für unser Zelt entdeckte. Mitten in einem etwa hundert Meter breiten Waldstück zwischen See (Großer Teich) und Tümpel legten wir uns in Ruhe schlafen. Kurz nach sechs Uhr war Schluss mit der Ruhe. Vincent weckte uns und machte uns darauf aufmerksam, dass wir bereits von einer etwa 20-köpfigen Wildschwein-Rotte umzingelt waren...“

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie doch den interessanten Blog von Jared Faißt und seinen Freunden und gehen Sie mit ihnen auf eine spannende Reise vom Süden Europas bis ganz nach Norden.

Jetzt rein klicken und interessante Blogbeiträge lesen: richtung-norden.eu

Spendenaktion

Während der Fahrradtour möchten die Radfreunde zwei Spendenprojekte unterstützen:

Zum einen die deutsche Krebshilfe, die Krebskranke und ihre Familien unterstützt und die Krebsforschung in Deutschland maßgeblich voranbringt. Zum anderen möchten sie das Projekt „Zukunft für Ugandas Kinder“ unterstützen, ein Projekt, das sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Uganda einsetzt. So wurde mithilfe der Spendengelder in den letzten Jahren beispielsweise eine Schule gebaut. Über die Schwester von Jareds Freundin haben sie auch einen persönlichen Bezug zu diesem Projekt.

Die Spendengelder werden (wenn nicht anders per Mail gewünscht) 50-50 auf die beiden Projekte verteilt.

Wie kann man Spender*in werden?

Die Radfreunde möchten die Spendenaktion wie eine Art „Spendenlauf“ gestalten. Im Formular auf der Website „richtung-norden.eu/spenden, kannst du dich mit einem frei wählbaren Betrag pro Kilometer, den die Freunde gemeinsam auf dem Fahrrad zurücklegen, registrieren. Sie planen in etwa 7000km zu fahren. Nach abschicken des Formulars erhältst du eine Mail mit einem Bestätigungslink.

Am Ende der Tour schicken sie dir eine Postkarte nach Hause mit dem zu spendenden Betrag. Rückfragen jederzeit gerne an post@richtung-norden.eu

Ich möchte einen festen Betrag spenden, ist das möglich?

Klar, das ist möglich! Schreibe dazu einfach eine Mail mit Kontaktdaten und Betrag an post@richtung-norden.eu.


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