Aichhalder Nachrichten

Neuigkeit aus der Gemeinde

Sitzungsbericht 20.07.2021


Bekanntgabe von Beschlüssen aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung

Herr Stahl gibt bekannt, dass der Gemeinderat in seiner letzten nicht-öffentlichen Sitzung dem Verkauf von drei Bauplätzen im Neubaugebiet „Güntershöhe“ zugestimmt hat sowie dem Verkauf des letzten Bauplatzes im Gewerbegebiet „Herdweg/Strut“.

Vergabe Gewerke Kindergartenerweiterung

Herr Stahl führt aus, dass am 28.06.2021 die Gewerke Erd-, Mauer- und Betonarbeiten, Gerüstbau und Garten- und Landschaftsbau für die Erweiterung am Kindergarten Rötenberg beschränkt ausgeschrieben wurden. Für die Erd-, Mauer- und Betonarbeiten wurden 7 Unternehmen, für den Gerüstbau wurden 6 Unternehmen und für den Garten- und Landschaftsbau 8 Unternehmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert.

Am 16.07.2021 fand die Submission statt. Zum Submissionstermin für die EMS-Arbeiten wurden 3 Angebote abgegeben. Alle Angebote waren vollständig und konnten gewertet werden. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Fa. BTS GmbH aus Schiltach mit einer Angebotssumme von brutto 117.149,44 € abgegeben.

Zum Submissionstermin für die Gerüstarbeiten wurden 2 Angebote abgegeben. Alle Angebote waren vollständig und konnten gewertet werden. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Fa. Kopp Gerüstbau aus Aichhalden mit einer Angebotssumme von brutto 18.286,85 € abgegeben.

Zum Submissionstermin für den Garten- und Landschaftsbau wurden 4 Angebote abgegeben. Alle Angebote waren vollständig und konnten gewertet werden. Das wirtschaftlichste Angebot wurde von der Fa. Gartenbau Weißer aus Hardt mit einer Angebotssumme von brutto 49.929,07 € abgegeben.

Die Kostenberechnung des Architekten Zeyher wurde durch alle Gewerke hinweg um 15-20 % überschritten. Dies ist der aktuellen Preislage geschuldet und war so zu erwarten.

Der Gemeinderat beschließt nachfolgende Vergaben einstimmig:

Vergabe der EMB-Arbeiten an die Fa. BTS aus Schiltach zur Angebotssumme von brutto 117.149,44 €.

Vergabe der Gerüstarbeiten an die Fa. Kopp aus Aichhalden zur Angebotssumme von brutto 18.286,85 €.

Vergabe des Garten- und Landschaftsbau an die Fa. Weißer aus Hardt zur Angebotssumme von brutto 49.929,07 €.

Bebauungsplan „Käppelesacker I und II – 2. Änderung“

Abwägung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung und der Behördenbeteiligung eingegangen Stellungnahmen

Kenntnisnahme  Planunterlagen

Beschluss der erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit und der erneuten Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange

Der Vorsitzende begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Rolfes vom Büro Gfrörer. Herr Rolfes erläuterte die bisherige Beschlusslage und Verfahrensschritte sowie das Ergebnis der durchgeführten Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Die Beteiligung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wurde vom 10.05.2021 bis zum 11.06.2021 durchgeführt, die TÖB-Beteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte mit Anschreiben vom 29.04.2021 bis zum 11.06.2021.

Durch die erneuten eingegangenen Anregungen und Bedenken konnten nahezu alle Punkte abschießend behandelt oder entsprechend abgewogen werden. Vor allem die Punkte zur Störfallproblematik können als abschließend behandelt betrachtet werden. Lediglich der Belang des Lärmschutzes wurde vom Industriereferat  54.2 und 54.3 des Regierungspräsidiums Freiburg erneut aufgegriffen. Es wurde bemängelt, dass das bisherige Lärmschutzgutachten/Lärmkontingentierung nur für den Erweiterungsbereich des Verfahrens „Käppelesacker I und II  - 1. Änderung“ durchgeführt wurde und für den Bestandsbereich keine weiteren Untersuchungen durchgeführt wurden.

In Abstimmung mit den Behörden wurde sich daher darauf geeinigt dieses Gutachten noch zu erstellen und danach eine erneute Auslage durchzuführen. Es werden daher zunächst alle Belange, bis auf die des Lärmschutzes, abgewogen und in einer späteren Sitzung dann die Belange des Lärmschutzes gesondert behandelt und beschlossen. Somit hat die Firma die Möglichkeit die laufenden weiteren Genehmigungsverfahren (z.B. BImSchG) nach § 33 BauGB voranzutreiben. Der Satzungsbeschluss wird dann voraussichtlich am 28.09.2021 durchgeführt.

Der Gemeinderat beschließt:

1.    Die Berücksichtigung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB eingegangene Stellungnahmen wird gemäß Empfehlung der Verwaltung beschlossen

2.    Der Bebauungsplan mit Begründung (und Anlagen) und textlichen Festsetzungen wird in der Fassung vom 20.07.2021 wird vom Gemeinderat gebilligt.

3.    Die örtlichen Bauvorschriften zum Bebauungsplan in der Fassung vom 20.07.2021 werden vom Gemeinderat gebilligt.

4.    Entsprechend § 4a Abs. 3 BauGB wird eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und die Anhörung der Behörden bzw. der Träger öffentlicher Belange in Bezug auf die Thematik des Lärmschutzes und der Störfallproblematik in Form einer Planauflage mit Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung der Planung mit einer Frist von zwei Wochen durchgeführt. Die Einholung der Stellungnahmen wird auf die von der Änderung oder Ergänzung berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beschränkt.

Baugebiet „Sonnenäcker 3. BA“ – Festlegung Bauplatzpreis, Vergaberichtlinie und Veräußerungsbestimmungen

1)        Festsetzung des Bauplatzpreises

1a.      Kosten erworbener Fläche Flst. 15/4
          (Preis/m² + GE)                                                 51.955,82 €

1b.      Kosten erworbener Fläche Flst. 1071/6
          (Preis/m² + GE)                                                 53.223,60 €

2.       Verzinsung Grunderwerbskosten von
          (1,5%, 3 Jahre)                                                   4.733,07 €

3.         Infrastrukturzuschlag (7 €/m²)                            36.981,00 €

4.         Verwaltungskosten (4 €/m²)                                21.132,00 €

5.         Kosten für die Erschließungsplanung                     23.500,00 €

6.         Hausanschlusskosten (Kanal, Wasser)                  14.000,00 €

7.         Vermessungskosten                                          28.500,00 €

8.         Ausgleichsmaßnahmen (4,00 €/m²)                       21.132,00 €

9.         Verrechnung der Beiträge

9.1       Erschließungsbeiträge                                       242.064,85 €

Erschließungsbeitrag/m² Nutzungsfläche   x   verfügbare Nutzungsfläche
        36,65 €/m²                    x   6.604 m²                                  

9.2      Abwasserbeiträge                                               34.671,00 €

Abwasserbeitrag/m² Nutzungsfläche x verfügbare Nutzungsfläche

5,25 €/m²                                 x             6.604 m²

9.3      Wasserversorgungsbeiträge                                  13.779,25 €

Wasserversorgungsbeitrag/m² Nutzungsfläche x verfügb. Nutzungsfläche
                           2,08 €/m²             x                6.604 m²                                                             

10.      Nicht durch Beiträge gedeckte Kosten

10.1    Gemeindeanteil am Erschließungsbeitrag                  12.740,26 €

10.2    Nicht durch Beiträge gedeckte Kosten der
Abwasserbeseitigung im Baugebiet                                   20.829,00 €

10.3    Nicht durch Beiträge gedeckte Kosten der Wasserversorgungsanlagen im Baugebiet                           30.220,75 €

11.      umzulegende Gesamtkosten                                 609.462,60 €

12.      Bauplatzpreis voll erschlossen pro m² Grundstücksfläche

umzulegende         Bauplatzfläche          Bauplatzpreis
Gesamtkosten   :   zur Veräußerung   =   voll erschlossen

609.462,60 €    :         5.283 m²       =        115,36 €/m²

Der Bauplatzpreis im Baugebiet „Sonnenäcker 2. BA“ lag bei 110,00 €.

Beschluss:

Der Gemeinderat beschließt einstimmig, dass der Bauplatzpreis für die vollerschlossenen Bauplätze auf 115,00 €/m² festgesetzt wird.

2) Bedingungen für die Veräußerung von Bauplätzen

Die Veräußerungsbedingungen wurden zuletzt beim Baugebiet Güntershöhe III angepasst und sollen beibehalten werden.

Beschluss:

Die Veräußerungsbedingungen von Bauplätzen werden vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

3) Reihenfolge für die Vergabe der Bauplätze

Das Vergabeverfahren wurde bereits in der Gemeinderatssitzung am 02.03.2021 vorberaten. Es ist vorgesehen das bewerte dreistufige Windhund-Verfahren anzuwenden. Die Reihenfolge der Interessenten, welche sich in den ersten zwei Wochen eintragen haben lassen (8 Interessenten) wurde ausgelost. 7 der insgesamt 8 Bauplätze wurden daraufhin reserviert.

Die vier weiteren Interessenten werden in der Reihenfolge Ihrer Eintragung auf der Liste berücksichtigt dürfen den Bauplatz aber erst 12 Monate nach dem ersten Vergabebeschluss des Gemeinderats erwerben. Sollten nachdem die Liste aufgelöst noch Bauplätze verfügbar sein, können sich die Interessenten direkt für einen Bauplatz vormerken lassen.

Der Zeitraum einer Reservierung wird auf 4 Monate, ab erstmöglicher Vergabe, festgelegt. Die erstmögliche Vergabe wird voraussichtlich in der Septembersitzung des Gemeinderats erfolgen können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Bauarbeiten bis dahin abgeschlossen sind und die Vermessung erfolgen konnte.

Beschluss:

Der Gemeinderat beschließt die Vergabe der Bauplätze nach der oben genannten Vorgehensweise einstimmig.

Feststellung der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2019

Herr Stahl führt aus, dass das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) in der Gemeindeordnung (GemO), in der Gemeindehaushaltsverordnung (GemHVO) und in der Gemeindekassenverordnung (GemKVO) geregelt wird. Die Bestimmungen des NKHR sind von den Gemeinden spätestens im Jahr 2020 umzusetzen.

Der Gemeinderat hat beschlossen, das NKHR zum 1. Januar 2019 einzuführen. Somit ist der Stichtag der Eröffnungsbilanz der 1. Januar 2019.

Das NKHR orientiert sich am doppelten Buchhaltungssystem, welches im Handelsrecht angewandt wird. Es bildet sowohl die periodengerechte Darstellung von Erträgen und Aufwendungen, als auch Vermögen und Schulden ab. Damit soll eine größere Transparenz im kommunalen Finanzwesen geschaffen und weitergehend dem Gedanken der intergenerativen Gerechtigkeit entsprochen werden.

Die Eröffnungsbilanz gliedert sich entsprechend den Vorgaben des § 52 der GemHVO. Dazu ist ergänzend gemäß § 53 GemHVO ein Anhang beizufügen, in dem insbesondere die gewählten Ansatz- und Bewertungsmethoden, sowie Abweichungen von genannten Methoden beschrieben werden.

Da die Eröffnungsbilanz im Zuge des Rechnungsabschlusses 2019 nochmal abgeändert wurde, sollte die aktualisierte Fassung erneut beschlossen werden.

Der Gemeinderat stellt die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2019 einstimmig fest. Der Beschluss aus der Sitzung am 27.04.2021 wird zurückgenommen.

Feststellung der Jahresrechnung 2019 für den Kernhaushalt

Herr Stahl führt aus, dass sich das Rechnungswesen der Gemeinde Aichhalden zum 01.01.2019 umgestellt wurde auf die Kommunale Doppik. Gemäß § 95 Abs. 2 GemO besteht der Jahresabschluss aus:

1.    der Ergebnisrechnung

2.    der Finanzrechnung

3.    der Bilanz

Ergänzend hierzu sind gemäß § 95 Abs. 3 GemO folgende Anlagen beizufügen:

1.    Vermögensübersicht

2.    Schuldenübersicht

3.    Übersicht über die in das folgende Jahr zu übertragenden
       Haushaltsermächtigungen

Außerdem ist der Jahresabschluss durch einen Rechenschaftsbericht zu erläutern.

1.    Ergebnisrechnung

In der Ergebnisrechnung werden sämtliche Aufwendungen und Erträge gegenübergestellt. Das ordentliche Ergebnis beinhaltet die ordentlichen Erträge und Aufwendungen, das Sonderergebnis resultiert aus den außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen. Beide Salden bilden das Gesamtergebnis, die Ertragslage. Für den Haushaltsausgleich ist es notwendig, dass sämtliche ordentliche Aufwendungen einschließlich Abschreibungen durch ordentliche Erträge erwirtschaftet werden sollen.

Die Ergebnisrechnung sieht im Vergleich zur Haushaltsplanung wie folgt aus:

Die Haushaltsplanung 2019 ging von einer grundsätzlich positiven Entwicklung aus. Im Ergebnishaushalt war ein Überschuss mit knapp 1 Mio. € eingeplant. Im Laufe des Jahres entwickelten sich insbesondere die Gewerbesteuermehreinnahmen wieder sehr positiv, sodass auch das Rechnungsergebnis deutlich besser als geplant ausfiel. Der Überschuss im Ergebnishaushalt erhöhte sich auf 1,6 Mio. €. Die Überschüsse aus dem ordentlichen Ergebnishaushalt und die Überschüsse des Sonderergebnisses können den Rücklagen zugeführt werden.

Wesentliche Planabweichungen Erträge (< 15.000 € Abweichung, ohne ILV und Auflösungen):

-          Gewerbesteuer                                             +309.272,68 €

-          Grundsteuer B                                                +65.714,76 €

-          Gemeindeanteil Umsatzsteuer                            +47.395,12 €

-          Konzessionsabgabe                                         +31.458,96 €

-          Mieten und Pachten                                        +17.709,78 €

-          Schlüsselzuweisungen                                      -20.101,10 €

-          Holzerlös                                                       -22.407,29 €

-          Zuweisungen Kiga                                           -45.909,00 €

-          Gemeindeanteil Einkommenssteuer                      -55.879,70 €

Wesentliche Planabweichungen Aufwendungen (< 15.000 € Abweichung, ohne ILV und Abschreibungen):

-          Zuweisungen an Kiga                                     -123.178,41 €

-          Aufwendungen Bauleitplanung                           -30.914,65 €

-          Gewerbesteuerumlage                                     -27.337,24 €

-          Grundstücksunterhaltung Kiga                           +17.198,98 €

-          Unterhaltung Wirtschaftswege                          +19.626,11 €

-          Grundstücksunterhaltung Wohngebäude              +22.029,90 €

-          Grundstücksunterhaltung Schulgebäude              +42.555,69 €

-          Kreisumlage                                                   +58.220,06 €

2.    Finanzrechnung

Die Finanzrechnung enthält die kassenwirksamen Einzahlungen und Auszahlungen. Damit wird die Liquiditätslage dargestellt. Die Finanzrechnung umfasst auch die im bisherigen Vermögenshaushalt veranschlagten Ein-und Auszahlungen, also Investitionen, Investitionszuschüsse, Kreditaufnahmen und Tilgungen. Es wird die Finanzlage abgebildet und die Entwicklung des Finanzierungsmittelbestandes nachgewiesen

Die Ein- und Auszahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit erbrachten folgendes Ergebnis:

Die Finanzrechnung erzielte aus dem laufenden Betrieb einen Zahlungsmittelüberschuss mit 2.442.265,23 €. Dieser Zahlungsmittelüberschuss kann mit der früheren Zuführung zum Vermögenshalt verglichen werden. Gegenüber dem Plan verbesserte sich der Zahlungsmittelüberschuss um 690.485,23 €.

Im Finanzhaushalt waren umfangreiche Investitionen mit 3,9 Mio. € eingeplant. Diese konnten aus verschiedenen Gründen nicht in vollem Umfang umgesetzt werden. Wenn sich Investitionen verschoben haben, wurden die Mittel in Folgejahren neu eingeplant. Es wurden lediglich Ermächtigungen für den Bau der 3-Feld-Sporthalle übertragen, die restlichen Investitionen wurden in 2020 neu eingeplant.

Wesentliche Planabweichungen investiver Finanzhaushalt (< 5.000 €):

Einzahlungen

-          Veräußerung von Grundstücken                       +777.393,50 €

-          Zuschuss Geh- und Radweg Hinteraichhalden       -15.000,00 €

-          Zuschuss Halle                                             -216.000,00 €

Auszahlungen

-         Hallenneubau                                                +806.482,71 €

-          Erschließung Sonnenäcker 2. BA                        +57.313,76 €

-          Beschaffung Ausrüstung Winterdienst                 +20.766,07 €

-          Beschaffung bewgl. Vermögen Kiga                     +15.911,72€

-          Beschaffung bewgl. Vermögen Schule                  +9.844,53 €

-          Einrichtungen Kinderkrippe Rötenberg                   +5.286,35 €

-          SZ neue Gruppe Kiga Aichhalden                          -5.037,27 €

-          Grundstückserwerbe                                        -94.521,99 €

-          Straßensanierung Buz 2. BA                            -114.847,66 €

Folgende Maßnahmen wurden verschoben und neu eingeplant:

-          Maschinenweg Mühlberg

-          Baumgräber Rötenberg

-          Verkehrsübungsplatz Rötenberg

-          Wohnmobilversorgungsstationen Reißerparkplatz

-          Dachsanierung Kinderhaus

-          Schmalspurfahrzeug

Finanzierungstätigkeit und Kassenlage

Der Kernhaushalt bleibt weiterhin Schuldenfrei. Durch die Trägerdarlehen konnten 96.827,70 € eingenommen werden.

Nachrichtlich kann mitgeteilt werden, dass Gesamtverschuldung inkl. den beiden Eigenbetrieben „Abwasserbeseitigung“ und „Versorgung und Bad“ zum 31.12.2019 bei 3.830.430,32 € (918,57 €/Kopf).

Kostenrechnende Einrichtungen:

a)   Schlachthaus

Erträge                                                       17.036,00 €

Aufwendungen                                             16.435,11 €

Kostenüberdeckung                                        + 600,89 €

Kostendeckungsgrad 2019                              103,66 %

Kostendeckungsgrad 2018                                85,78 %

Kostendeckungsgrad 2017                                77,14 %

Kostendeckungsgrad 2016                                61,40 %

b)   Bestattungswesen

Erträge (zzgl. kalk. Erträge)                          118.842,46 €

Aufwendungen                                           129.827,59 €

Kostenunterdeckung                                      - 10.985,13 €

Kostendeckungsgrad 2019                                91,54 %

Kostendeckungsgrad 2018                               141,93 %      

Kostendeckungsgrad 2017                               106,63 %      

Kostendeckungsgrad 2016                                 64,52 %      

c)   Gemeindewald 

Erträge                                                       54.768,86 €

Aufwendungen                                             54.235,81 €

Kostenüberdeckung                                            + 533,05 €

Kostendeckungsgrad 2019                              100,98 %

3.    Bilanz

In der Bilanz (Vermögensrechnung) wird die Entwicklung der Vermögenslage dargestellt. Sie gibt auf der Aktivseite Aufschluss über die Höhe und Zusammensetzung des Vermögens und auf der Passivseite über die Herkunft der Finanzierungsmittel. Zum 01.01.2019 betrug die Bilanzsumme der Eröffnungsbilanz 32.806.715,22 €. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2019 um 2.184.439,86 € auf 34.991.155,08 €.

Schlussbetrachtung

Abschließend lässt sich sagen, dass das bereits gut geplante Haushaltsjahr 2019 besser als geplant ausgefallen ist, und selbst die sehr guten Vorjahre übertrifft. Es konnte ein hohes Ergebnis erzielt werden, dass die ersten doppischen Rücklagen bildet. Die Gemeinde Aichhalden profitiert wie in der Vergangenheit von den hervorragenden Steuereinnahmen, hauptsächlich der Gewerbesteuer. Durch die hohen Einnahmen ist es möglich, die gebotene Infrastruktur für die Bürger Aichhaldens auf einem überdurchschnittlichen Level zu halten.

Jedoch sind die Einnahmen der Gewerbesteuer äußerst Konjunkturabhängig und die Corona-Krise hat gezeigt, wie schnell dies umschlagen kann. Es stehen in den kommenden Jahren enorme Projekte zur Umsetzung, die voraussichtlich ohne Kreditaufnahme realisiert werden können. Es muss bei allen getätigten Investitionen stets die Finanzierung der laufenden Kosten im Blick behalten werden und auch in Zeiten mit geringeren Einnahmen finanzierbar bleiben. Im Sinne der intergenerativen Gerechtigkeit müssen die verfügbaren Mittel immer sparsam und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Beschluss:

Der Gemeinderat fasst nachfolgende Beschlüsse einstimmig:

1.    Der Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2019 wird zur Kenntnis genommen.

2.    Die Jahresrechnung 2019 wird gemäß § 95b GemO mit folgenden Werten festgestellt:

3.    Behandlung von Überschüssen und Fehlbeträgen (§ 49 Abs. 3 Satz 4 i. V. m. § 2 Abs.1 Nr. 25 bis 36 GemHVO)                                                                                 

4.    Die überplanmäßigen und außerplanmäßigen Ausgaben werden, soweit keine Einzelgenehmigungen vorliegen, genehmigt.

5.    Die angefügten Anlagen werden zur Kenntnis genommen.

Verschiedenes

Qualifizierter Mietspiegel

Herr Stahl informiert, dass nun der neue qualifizierte Mietspiegel der Städte Schramberg und Schiltach und den Gemeinden Aichhalden und Lauterbach vorliege. Der Mietspiegel wurde mit den Interessenverbänden abgestimmt und tritt nun zum 01.08.2021 in Kraft. Der Mietspiegel gilt bis zum 31.07.2023. Im Zwei-Jahres-  Rhythmus muss der Mietspiegel angepasst werden. Der Mietspiegel liegt auf dem Rathaus in Aichhalden sowie der Ortsverwaltung in Rötenberg aus und steht außerdem zum Download auf der Homepage der Gemeinde Aichhalden zur Verfügung.

Bekanntgaben

Hochbehälter Rötenberg

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass mit den Arbeiten am Hochbehälter in Rötenberg begonnen wurde. Bei der Lieferung der neuen Röhren kommt es zu Verzögerungen. Allerdings sollen Ende August, dann die Röhren gesetzt werden und im Anschluss direkt die Erdarbeiten begonnen werden.

Kirchplatz Aichhalden

Der Vorsitzende bezieht sich auf die Anfrage aus der letzten Gemeinderatssitzung bezüglich des Zustandes des Kirchplatzes in Aichhalden. Hierzu teilt er mit, dass der OGV Aichhalden ein Pflanzbeet anlegen und pflegen wird und auch eine neue Rundbank angebracht wird.

Generalversammlung

Bürgermeister Lehrer erinnert an die Einladung zur Generalversammlung des FV-Aichhalden am Freitag, 30.07.2021. Hierzu ist auch der Gemeinderat anlässlich des 75-jährigen Jubiläums eingeladen.

Anfragen, Anregungen, Anträge

Gemeinderat Moosmann äußert seinen Unmut über die Kommunikation des Trägers des katholischen Kindergartens. Das Vorgehen bezüglich der Gebührenerhöhung war so nicht in Ordnung. Hier muss sich an der Kommunikation zwischen Träger und Gemeinde dringend etwas ändern.


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